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Kapitol in Havanna Eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten ist wohl das Capitolio im Herzen Havannas. Einst als Regierungssitz und Gegenstück zum Weißen Haus in Washington erbaut, dient es heute hauptsächlich noch als touristische Attraktion. An der Promenadestraße „Prado“ ist es auch ein gern genutzter Treffpunkt. Direkt davor sind die üblichen Transportmittel wie Bici taxi, Caros oder reguläre Taxen zu finden.

Geschichte:

Das Capitolio in der kubanischen Hauptstadt Havanna gehört zu den berühmtesten Gebäuden des Inselstaates. Es wurde bei seinem Bau dem Kapitol in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington nachempfunden.

Ursprünge und Bau des Capitolio
Ursprünglich sollte auf dem Gebiet ein Präsidentenpalast errichtet werden, doch noch vor Beginn des Baumaßnahmen im Jahre 1917 änderte sich die Bestimmung des neuen Bauwerkes. Stattdessen sollte ein Tagungsort für die kubanische Legislative errichtet werden nach Vorbild des US-amerikanischen Kapitols, das mit dem Kongress ebenfalls die gesetzgebende Gewalt beherbergt. Der Erste Weltkrieg beendete die Arbeiten jedoch bereits im Folgejahr wieder, wobei die bereits fertig gebaute Kuppel zerstört wurde. Unter dem neuen Präsidenten Gerardo Machado wurden die Arbeiten im Jahr 1926 mit einem leicht modifizierten Design wieder aufgenommen. Dank des immensen Einsatz von Arbeitskräften rund um die Uhr konnte die Struktur des Gebäudes bereits 1929 fertig gestellt werden. Das Repräsentantenhaus und der Senat zogen 1931 in den neuen Prachtbau ein, nachdem auch das fast ausschließlich aus Marmor bestehende Interieur fertig geworden war.

Das Capitolio im Wandel der Zeit
Bis in die späten 1950er Jahre blieb das Capitolio seiner Bestimmung entsprechend Sitz der Legislative. Nach der kubanischen Revolution 1959 wurde das Gebäude als Sitz für das kubanische Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Umwelt genutzt. Inzwischen steht der untere Bereich Besuchern zur Besichtigung offen. Außerdem werden in den vielen Konferenzräumen Tagungen abgehalten.

Das Bauwerk
Das neoklassische Bauwerk erinnert vom Namen ebenso wie vom äußeren Design und seiner ursprünglichen Bestimmung stark an das Kapitol in Washington. Dennoch war laut dem federführenden Architekten Eugenio Raynieri die Kuppel des Pantheon das eigentliche Vorbild des Baus. Die Kuppel selbst wurde in den USA gebaut und nach Kuba importiert. Bis in die 50er Jahre war der Bau mit 92 Metern der höchste in der kubanischen Hauptstadt. Damit sollte der Macht des Parlaments auch auf architektonische Weise Ausdruck verliehen werden. Der Weg in das Innere des Gebäudes führt über 55 Treppenstufen, die als La Escalinata bekannt sind. Flankiert werden diese von zwei Statuen. Durch das mächtige Hauptportal von 36 Metern Breite und 16 Metern Höhe gelangen Besucher in den Innenbereich. Dieser wird dominiert von der fast 50 Tonnen schweren und inklusive Sockel über 17 Meter hohen Bronzebüste Statue der Republik. In der Mitte des Baus befinden sich zwei Innenhöfe, von denen der nördliche eine weitere Statue beinhaltet. Der rebellische Engel, so der Name dieser Büste, war eine Spende und wurde dem Gebäude erst nach Beendigung der Bauarbeiten zur Verfügung gestellt. Eine weitere Besonderheit dieses architektonischen Meisterwerks sind die Gärten. Sie wurden vom französischen Landschaftsarchitekten und Designer Jean-Claude Nicolas Forestier entworfen. Im einfachen europäischen Stil gehalten handelt es sich um eine gepflegte Rasenfläche mit vier Gruppen von Königspalmen, konturiert durch ein Geflecht an Fußwegen.
Der Einfluss ausländischer Ideengeber für den Bau ist eine auffällige Eigenart des Capitolios. Die US-amerikanische Baufirma Purdy and Henderson leitete die Bauarbeiten, mit dem italienischen Künstler war ein weiterer Ausländer für die Erschaffung der Statuen zuständig. Die Gärten des Franzosen Forestier sind ebenso stilbildend wie die in Frankreich konstruierten Leuchten im Inneren des Capitolios.

Tipp:

Eines der durchaus empfehlenswerten Restaurants namens „Los Nardos“ liegt fast direkt gegenüber. Die Lokalität hat gedämmtes Licht, gut ausgebildetes sowie motiviertes Personal und ein im Gesamten romantisches Ambiente. Wegen des guten Preis- / Leistungsverhältnis der Lokalität, ist abends regelmäßig eine lange Menschenschlange dort, um auf Einlass zu warten. Das Warten jedoch lohnt sich, auch ist man zumeist nach wenigen Minuten an der Reihe. Die Preise, Qualität sowie Größe der Portionen sind vorbildlich.

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