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Vielen ist Kuba leider nur von der Pauschal Touristischen Seite bekannt. Also Varadero, Holguin und bestenfalls noch Tagesausflug Havanna. Wenn sich dann und dort ein falsches Bild einstellt, braucht man sich nicht zu wundern. Ja, Kuba liegt in der Karibik und hat wunderschöne Strände, mit den Qualitäten eines Landes für Entspannungsurlaube war es das dann aber auch schon (jedenfalls wenn man es mit anderen Destinationen in der Welt vergleicht).
Der Grund liegt meiner Meinung “auch” darin, daß der Tourismus in Kuba noch recht jung ist. Es gibt sicher noch ein Paar andere Gründe die ich hier aber nicht ausführen möchte.
Um zu den guten Seiten zu kommen will ich die Hotels nennen, bei denen ich mich wohl fühlte (ich habe dort sicher in mehr als 15 verschiedenen 5 Sterne Hotels genächtigt, für mehrere Nächte jeweils). In Varadero, ist mir das Hotel ‘Melia Las Americas‘ in sehr guter Erinnerung geblieben, das sogar bei mehreren Besuchen. Gleichzeitig ist es der bisher einzige Golfclub des Landes. Es handelt sich eigentlich um ein gewöhnliches Fünf Sterne Hotel (Landeskategorie) Kubas, mit dem kleinen Unterschied, das dieses – die Fünf ***** auch verdient hat (Landeskategorie versteht sich).
Zu Erklären ist das mit einem gewissen Charme den das Hotel und seine Mitarbeiter ausstrahlen, der technisch stets gut gewarteten Anlagen (bei kubanischen Hotels keine Selbstverständlichkeit) und dem fast privaten Strand. Außerdem liegt es genau neben einem der wenigen Einkaufszentren Kubas, dem Plaza Americas. Die weitere detaillierte Hotelbeschreibung überlasse ich jetzt mal den darauf spezialisierten Online Reisebüros.
In Havanna, das ebenfalls über mehrere Oberklasse Hotels verfügt, ist mein persönlicher Favorit das ‘Melia Cohiba‘ direkt am Malecón. Es ist zwar wie andere Hotels dort nicht so geschichtsträchtig, dennoch hat es den Namen Oberklassehotel am ehesten verdient. Es liegt im Stadtteil Vedado was relativ zentral ist und kurze Wege zu allen Zielen erlaubt. Das Hotel verfügt über moderne Zimmer die wie schon im ‘Melia Las Americas‘ ebenfalls in Schuss gehalten werden und nicht wie leider so oft verkommen. Zusätzlich gibt es dort die günstigste Möglichkeit ins Internet zu gehen (mit dem eigenen Laptop per WiFi). Die Buffets sind stets frisch und bieten eine große Auswahl.
TIPP:
Wenn man sein Hotel nicht schon aus dem Heimatland reserviert und bezahlt hat, lohnt es sich für gleich welches Hotel in Kuba nicht direkt an der Rezeption zu buchen. Besser und vor allem preiswerter ist es, eines der vielen Reisebüros (in so gut wie jedem Hotel gibt es ein oder zwei) um ein Angebot zu bitten. Dabei spart man von 30% bis zu 50% des Normalpreises. Sollte dennoch keins verfügbar sein, kann man in Miramar (einem Stadtteil Havannas), im “Tri-Center” einem sehr großen Gebäudekomplex, mehr als zehn verschiedene Reisebüros finden. Eine Filiale der Melia Hotelkette ist dort ebenfalls ansässig.
Wenn man die Buchung für den Kuba Urlaub schon aus Deutschland vornehmen möchte und das aus dem Internet, kann ich nur empfehlen sich ebenfalls über den unten genannten Anbieter zu Informieren. Die Seite Funktioniert wie ein Broker, der die verschiedenen Reiseanbieter miteinander vergleicht und gleichzeitig anzeigt ob noch etwas frei ist. Nach kurzer und vor allem aufschlußreicher Suche, bin ich über diese Seite immer zum günstigsten Preis gelangt.
Momentan ist Kuba für Touristen und Einheimische nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Von Deutschland aus bedienen das Reiseziel die bekannten Urlaubsflieger Airberlin und Condor. Wobei Airberlin nur nach Varadero fliegt und Condor auch direkt nach Havanna. Vom Preis her besteht kein großer Unterschied, wobei ich persönlich den Wettbewerber aus der deutschen Hauptstadt bevorzuge. Der Service scheint mir zuvorkommender und die Maschine sauberer. Auch das Bonusprogramm ist sehr gut gestaltet.
Auf beiden internationalen Flughäfen, Jose Marti (Havanna) und Juan Gualberto Gomez (Varadero) werden noch vor der Gepäckausgabe die Zollkontrollen, also die Visa- Formalitäten fällig. Bei der man seinen gültige Reisepass, die Touristenkarte und eine Auslandskrankenversicherung vorzeigen muss. Es wird ein obligatorisches, digitales Lichtbild erstellt und evtl. eine Frage zum Grund und der Häufigkeit der/s Besuche/s gestellt. Nach diesen Formalitäten und dem Erhalt des Gepäcks kann man sein bevorzugtes Transportmittel auswählen und sich auf den Weg zu seinem Hotel oder seiner Casa Particular begeben. Sollte man als Pauschaltourist anreisen erwartet einen meistens schon ein – im All Inklusive Paket inbegriffener – Reiseleiter, der einem freundlich den Weg zum Bus zeigt, welcher einen dann in sein jeweiliges Ressort bringt. Als Individualreisender der “auf eigene Faust” das Land Erkunden möchte, erwartet einen eine Schlange geschäftstüchtiger Taxifahrer die einem durch “TAXI -TAXI” zurufen als Kunden gewinnen möchten. Wenn es nach Havanna geht, sollte man beim Verhandeln nicht mehr als 70 CUC bezahlen, was selbstverständlich vorher zu verabreden ist.
Die aktuellen Bestimmungen über Freimengen mitgebrachter Güter oder jener die man ausführen möchte sollte man vorher beim Auswärtigen Amt oder der jeweiligen Botschaft erfragen. Jedoch ist vorab schon zu empfehlen nur Waren in entsprechender Menge mitzunehmen, die man glaubhaft für den persönlichen Gebrauch deklarieren kann. Alle Güter die bei der Einreise als Geschenk deklariert werden und einen Gegenwert von 150 CUC übersteigen werden zu 100% des Schätzwertes verzollt. Es gelten im großen und ganzen aber dieselben Freimengen an die man dank Sendungen wie: “Achtung Kontrolle” oder “Mein Revier” mittlerweile schon gewohnt sein müsste und kennen dürfte.
Bisher habe ich den Flug bei den Fluggesellschaften immer direkt gebucht, und meinte nach dem Vergleich mit dem Preis des Reisebüros, dort das wirkliche Schnäppchen gemacht zu haben. Jedoch bin ich nach einer längeren Recherche der verschiedenen Wege sich ein Ticket zu kaufen, schlussendlich auf (airline direct) gestoßen. Dieser Anbieter unterbietet sogar noch den Preis, den die Fluggesellschaften direkt anbieten und zwar um mehr als 100 Euro !! Hier kann man also nicht nur günstig, sondern auch noch mit renommierten Fluggesellschaften Reisen. Sollte der beste Preis nicht sofort ersichtlich sein, einfach mal ein Paar Tage vor oder zurück variieren mit dem Datum.
Wissenswertes über den Mojito
Seine Ursprünge sind in den frühen Zwanziger Jahren zu finden, wo der Mojito erstmals in Kuba genossen wurde. Bei dem Mojito handelt es sich um eine Abwandlung des “Draque”, benannt nach dem Seefahrer Sir Francis Drake. Die Kubaner mixten nun weißen Rum anstelle der ihnen nicht zur Verfügung stehenden alkoholischen Zutat Aguardiente in den Cocktail und gaben ihm den neuen exotischen Namen.
Einer der bekanntesten Mojito-Liebhaber ist der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Ernest Hemmingway (1899 – 1961), der ihn regelmäßig in seiner Stamm-Bar “La Bodeguita del Medio” in Havanna trank. Woher der Begriff Mojito stammt ist allerdings nicht zweifelsfrei geklärt. Überwiegend wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich um die Verniedlichung von Mojo, einer kubanischen Sauce mit Limettensaft, handelt.
Die Zutaten:
Die Grundzusammensetzung des Mojito besteht aus hellem Rum (ca. 4,5 cl, da der Ursprung in Kuba liegt, vornehmlich auch die Sorten aus diesem Land, beispielsweise “Havanna Club”, 3 Jahre alt), dem Limettensaft einer halben Frucht, 2 Teelöffel Rohrzucker, Sodawasser (9 cl), Eiswürfel und eben als das gewisse Etwas zwei Stengel mit frischen Minzblättern. Zum Schluß, was leider oft vergessen wird, kommt ein spritzer Angostura (Bitterlikör aus Gewürzen) oben drauf um den Geschmack ein wenig abzurunden.
In Kuba selbst ist Crushed Ice, wie es hier in Deutschland häufig im Mojito zu finden ist, übrigens verpöhnt. Desweiteren verwenden hier inzwischen einige Barmixer Ginger Ale statt Sodawasser, um den Cocktail eine weitere besondere Note zu verleihen.
Die Zubereitung:
Ein Mojito wird in der Regel in einem recht schlichten zylinderförmigen Glas serviert. Anhand der Zutaten lässt sich bereits erahnen, dass es sich eigentlich um einen farblosen Cocktail handelt, der aufgrund des Zuckers etwas milchig wirkt. Darin erscheinen die ebenfalls zerstoßenen kräftig grünen Minzblätter sowie (natürlich je nach Exklusivität der Cocktail-Bar bzw. des Gastgebers) die auf dem Glasrand aufgesetzte Limettenscheibe in einem tollen Kontrast und machen Lust auf ein echtes aromatisches Erfrischungsgetränk. Und als das kann man den Mojito durchaus bezeichnen.
Hierfür sorgt insbesondere die frische Minze, welche den Alkohol zumindest geschmacklich leicht in den Hintergrund drängt ohne jedoch aufdringlich zu wirken. Wer einen Caipirinha nicht verschmäht sollte sich unbedingt auch an einen Mojito wagen, da sich beide Cocktails in der Zusammensetzung recht ähnlich sind. Zum Abschluss sei erwähnt, dass man den Mojito auch ohne die Minzblätter genießen kann, nur muss man diesen dann als “Ron Collins” bestellen.
Fazit: Ein sehr feiner Cocktail, der auf keiner gut sortierten Cocktail-Karte fehlen darf.
Das Bici Taxi ist so in etwa dasselbe wie in das Thailand Tuk Tuk, nur ohne Motor. Ein zur Rikscha umgebautes Fahrrad daß für kurze Distanzen gedacht ist. Vorne der Fahrer und im Fond ein Sitzplatz für bis zu zwei Personen.
Die Preise in Havanna sind in der Regel ein CUC (konvertibler Peso) pro Fahrt, egal ob ein oder zwei Personen befördert werden. Ich sage bewusst in der Regel, da für Touristen (dort Yumas genannt) die Preise variieren, nur nach oben versteht sich. Was nicht mit der landläufigen Meinung des Abzocken wollens zu erklären ist, sondern dadurch, das es für Bici Taxi Fahrer verboten ist Touristen mitzunehmen. Falls sie es wie so oft doch tun, und dabei erwischt werden, ist eine Strafe von einem mehrfachen Ihrer Tageseinnahmen fällig. Das bedeutet also für nicht flüssig spanisch sprechende Besucher, die Havanna nicht zu Fuß erkunden wollen, ruhig sein bis das Fahrziel erreicht ist. Den Chauffeuren zu liebe.
Hauptsächlich zu finden ist diese Art der Fortbewegung in Havanna Vieja. In anderen Stadtteilen wie Centro sind sie ebenfalls anzutreffen, wogegen man in Vedado oder Miramar vergebens danach suchen wird. In allen anderen Städten und Dörfern wird diese Art der Fortbewegung ebenfalls, mit unterschiedlichen Preisen angeboten. Einzige Ausnahme bietet wie so oft Varadero, dort sind Bicitaxis nicht verfügbar.