Der Cocktail Cuba Libre

Veröffentlicht am 16. März 2010, unter Getränke, von el-cheffe

Neben dem Mojito gibt es einen weiteren Cocktail, dessen Geschichte in Kuba begann.

Der Cuba Libre

Wissenswertes über den Cuba Libre:

Der Cuba Libre wurde 1898 in Havanna (Kuba) das erste Mal getrunken. Unmittelbar nach Beendigung des spanisch-amerikanischen Krieges mischten sich US-Amerikanische Soldaten einen Drink um mit diesem die Befreiung Kubas als Kolonie Spaniens zu begießen. Stattdessen war Kuba nun, wenn auch nur bis zur Unabhängigkeit im Jahre 1902, den USA untergeordnet. Mit den Worten “Viva Cuba Libre” (Es lebe das freie Kuba) wurde dieser Sieg von den Soldaten gefeiert und somit ein neuer Drink erfunden. Für viele Exil-Kubaner brachte dieser Wechsel in ihren Augen jedoch keine Veränderung, weshalb sie den Drink “Mentirita” (kleine Lüge) nennen.

In Europa begann die Verbreitung des Cuba Libre eigentlich erst nach dem zweiten Weltkrieg, als die Musikgruppe Andrew Sisters mit ihrem erfolgreichsten Titel “Rum and Coca-Cola” (10 Wochen Platz 1 der Charts, über 7 Millionen verkaufte Platten) Millionen Fans begeisterten.

Zusammensetzung des Cuba Libre:

Der Longdrink besteht in der Regel aus hellem Rum (4 cl, es sollte sich natürlich um kubanischen Rum handeln, empfohlen wird “Havanna Club 3 Anos”), drei einzelnen Viertel einer Limette, Cola und Eiswürfel. Abwandlungen, insbesondere bei der Wahl des Rums bzw. der Cola sind jedoch die Regel. Manche Barkeper bevorzugen auch Limetten- bzw. Zitronenkonzentrat anstatt der frischen Frucht.

Eine spezielle Art des Cuba Libre, nämlich den “Cuba Libre preparado”, kann man in Venezuela bestellen. Dort wird den bekannten Zutaten noch etwas Gin und Angostura Bitter beigemischt.

Die Zubereitung:

Die Zubereitung des Cuba Libre bedarf keiner großen Übung, sodass er getrost zu den Einsteiger-Longdrinks für angehende Barkeper gezählt werden darf.

In einem normalen schlichten Barglas werden zunächst die drei Limetten-Viertel mit einem Stößel ausgedrückt. Danach wird der Rum darüber gelehrt und die Eiswürfel eingeworfen. Abschließend wird das Glas mit Cola aufgefüllt.

Der Cocktail cuba libreDer Drink wird in der Regel nicht weiter verziert, lediglich ein Röhrchen zum Genießen des kühlen Getränkes wird eingelassen. Diese schlichte Eleganz als Sieger-Drink in der Kriegszeit wurde bis heute nicht verändert.

Cuba Libre als Genussmittel?

Einen Cuba Libre liebt man oder lehnt ihn ab. Das eisgekühlte, aufgrund dem hohen Cola-Anteil bräunlich erscheinende Getränk hat durch den recht starken Limettenanteil einen säuerlichen Geschmack. Die beigefügte Cola reduziert zwar diesen Eindruck, kann ihn jedoch nicht komplett verdrängen.

Wer saure Dinge mag, kommt an einem Cuba Libre nicht vorbei!

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Mojito – Der Cocktail Kubas

Veröffentlicht am 14. März 2010, unter Getränke, von el-cheffe

Wissenswertes über den Mojito
Seine Ursprünge sind in den frühen Zwanziger Jahren zu finden, wo der Mojito erstmals in Kuba genossen wurde. Bei dem Mojito handelt es sich um eine Abwandlung des “Draque”, benannt nach dem Seefahrer Sir Francis Drake. Die Kubaner mixten nun weißen Rum anstelle der ihnen nicht zur Verfügung stehenden alkoholischen Zutat Aguardiente in den Cocktail und gaben ihm den neuen exotischen Namen.
Einer der bekanntesten Mojito-Liebhaber ist der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Ernest Hemmingway (1899 – 1961), der ihn regelmäßig in seiner Stamm-Bar “La Bodeguita del Medio” in Havanna trank. Woher der Begriff Mojito stammt ist allerdings nicht zweifelsfrei geklärt. Überwiegend wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich um die Verniedlichung von Mojo, einer kubanischen Sauce mit Limettensaft, handelt.

Die Zutaten:
Die Grundzusammensetzung des Mojito besteht aus hellem Rum (ca. 4,5 cl, da der Ursprung in Kuba liegt, vornehmlich auch die Sorten aus diesem Land, beispielsweise “Havanna Club”, 3 Jahre alt), dem Limettensaft einer halben Frucht, 2 Teelöffel Rohrzucker, Sodawasser (9 cl), Eiswürfel und eben als das gewisse Etwas zwei Stengel mit frischen Minzblättern. Zum Schluß, was leider oft vergessen wird, kommt ein spritzer Angostura (Bitterlikör aus Gewürzen) oben drauf um den Geschmack ein wenig abzurunden.

Cocktail Mojito In Kuba selbst ist Crushed Ice, wie es hier in Deutschland häufig im Mojito zu finden ist, übrigens verpöhnt. Desweiteren verwenden hier inzwischen einige Barmixer Ginger Ale statt Sodawasser, um den Cocktail eine weitere besondere Note zu verleihen.

Die Zubereitung:
Ein Mojito wird in der Regel in einem recht schlichten zylinderförmigen Glas serviert. Anhand der Zutaten lässt sich bereits erahnen, dass es sich eigentlich um einen farblosen Cocktail handelt, der aufgrund des Zuckers etwas milchig wirkt. Darin erscheinen die ebenfalls zerstoßenen kräftig grünen Minzblätter sowie (natürlich je nach Exklusivität der Cocktail-Bar bzw. des Gastgebers) die auf dem Glasrand aufgesetzte Limettenscheibe in einem tollen Kontrast und machen Lust auf ein echtes aromatisches Erfrischungsgetränk. Und als das kann man den Mojito durchaus bezeichnen. Mojito in seiner Geburtsstube zubereitet.Hierfür sorgt insbesondere die frische Minze, welche den Alkohol zumindest geschmacklich leicht in den Hintergrund drängt ohne jedoch aufdringlich zu wirken. Wer einen Caipirinha nicht verschmäht sollte sich unbedingt auch an einen Mojito wagen, da sich beide Cocktails in der Zusammensetzung recht ähnlich sind. Zum Abschluss sei erwähnt, dass man den Mojito auch ohne die Minzblätter genießen kann, nur muss man diesen dann als “Ron Collins” bestellen.

Fazit: Ein sehr feiner Cocktail, der auf keiner gut sortierten Cocktail-Karte fehlen darf.

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